Ausrüstung

Ausrüstungssätze (Kitlist)

Die Ausrüstung ist ein sehr weitgreifendes Thema und ist im zivilen als auch militärischen Bereich stetig am wachsen und unterteilt sich in viele Teilsektoren. Bereits ein Gürtel für die teure Designerhose, die teuren Designerschuhe, die Handtasche für Frauen oder Umhängetaschen für Herren sind Ausrüstungsgegenstände. Eben für den zivilen Markt und weniger unscheinbar und für den Zivilbereich eleganter als Outdoor-Ausrüstung. Aber das ist wohl Ansichtssache, denn ein robuster Outdoor-Gürtel und ein Wanderstiefel ist in seiner eigenen Form und Darstellung ein Kunstwerk.

Wieso benutzt man Outdoor-Ausrüstung? Diese Frage lässt sich einfach beantworten. Für viele Tätigkeiten wie zum Beispiel Bergsteigen, Wandern, Klettern uvm. benötigt man strapazierfähige Ausrüstungsgegenstände. Zum Einen, weil äußere Einflüsse wie Wetter und Umgebung eine große Rolle spielen und weil zum Anderen für die Anwendung der jeweiligen Teile selbst eine hohe Belastbarkeit der Materialien vorausgesetzt und benötigt wird.
Im militärischen Sektor sieht es nun nicht anders aus als im zivilen Outdoor-Bereich, nur eben etwas militärischer. Ein paar unauffälligere Farben und Tarndrucke kommen hier zum Einsatz. Ebenfalls sind alle Ausrüstungsgegenstände für den militärischen Bereich angepasst und konstruiert. Vieles findet sich allerdings im zivilen Bereich wieder und wird egal aus welcher Sparte es ursprünglich kommt, dort übergreifend verwendet, weil es eben sinnvoll eingesetzt werden kann.

Jetzt ist es das Eine, viel Ausrüstung zu besitzen, das Andere aber sie bedacht, durchdacht und sinnvoll zu verwenden. Für eine anständige Logistik hilft dabei das 3-Lines-Prinzip, welches allerdings ein wenig Übung benötigt, aber wenn man es einige Male üben kann, ist es möglich seinen Packplan danach modular auszurichten.
Des Weiteren ist es notwendig seine Ausrüstung an den Auftrag anzupassen. Dabei spielt die Tarnung, die jeweiligen Ausrüstungsteile und deren Einstellung eine sehr große Rolle. Es macht keinen Sinn helle Wüstentarnung in sattgrün bewaldetem Gebiet zu verwenden, genauso wenig wie ein Tarndruck für bewaldete Regionen keinen Sinn in der Wüste macht. Es sieht dann nun mal so aus, als ob man der Textmarkerstrich auf einem Blatt Papier wäre.
Weiterführend muss man sich Gedanken darüber machen welche Ausrüstungsteile in ruralem und urbanem Gelände, also im Landkampf und Orts- und Häuserkampf mehr von Bedeutung sind.

Wichtig ist, dass man sein Gerödel an den Auftrag anpasst. Das heißt, es wird nur das mitgeführt was wirklich benötigt wird. Betrachtet man zum Beispiel meine aktuelle OHK-Ausrüstung, wird man schnell feststellen, dass sie sehr überschaubar ist. Sie ist schlicht und ergreifend auf Praktikabilität ausgelegt. Uniform, Plattenträger mit Magazintaschen, Schießgürtel mit Holster und Abwurfsack. Alle Kampfmittel der first und second Line sind am Mann. So sieht mein gegenwärtiges und persönliches Setting für Übungen im Bereich Häuserkampf aus. Alles Weitere wird in vorhandene Taschen geladen. Zu oft sieht man Leute mit drei oder mehr Mehrzwecktaschen am Plattenträger und Schießgürtel rumlaufen. Darin werden dann viele Sachen drin verstaut. Wenn man die Kameraden am Ende des Übungstages fragt, was denn alles in ihren Taschen steckt und was sie davon heute gebraucht haben oder sonst verwenden, dann machen sie große Augen und werden hoffentlich für das nächste Mal Gewicht einsparen. Wenn man den Packeseln nach einer Trockenübung erklärt, dass je nach Funktion noch Breaching Tools, Rucksäcke mit Türladungen und weiteres technisches Gerät mitgeführt wird, dann blickt man in sowieso schon schweißüberströmte Gesichter und noch größere Augen.

Kommt man dabei auf meine Ausrüstung zurück, die in manchen Augen spartanisch aussieht, ist mindestens noch Platz für weiteres schweres Gerät welches im Bereich Häuserkampf unabdingbar ist.